PROJEKT TYRV · DEUTSCHLAND
17|02
TAG GEGEN TIERQUÄLEREI
Der 17. Februar verbindet bewusst § 17 TierSchG – die strafrechtliche Grenze bei schweren Formen der Tierquälerei – mit § 2 TierSchG – den grundlegenden Pflichten verantwortlicher Tierhaltung.

DIE KERNIDEE
WARUM GERADE DER 17. FEBRUAR?
Das Datum ist keine zufällige Kalendermarke und erinnert nicht an ein einzelnes historisches Ereignis. Es übersetzt zwei zentrale Vorschriften des deutschen Tierschutzgesetzes in ein leicht merkbares Datum: Der 17. Tag steht für § 17 TierSchG, der zweite Monat für § 2 TierSchG. Aus 17 und 02 wird 17|02 – eine Brücke zwischen konsequenter Strafverfolgung und täglicher Prävention.
Grenze schweren Unrechts
§ 17 TierSchG erfasst insbesondere die Tötung eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund sowie die dort beschriebenen Formen erheblicher Schmerzen oder Leiden. Die Zahl steht für die Konsequenz, wenn Tierquälerei die strafrechtliche Schwelle erreicht.
Verantwortung im Alltag
§ 2 TierSchG verpflichtet Menschen, die Tiere halten, betreuen oder zu betreuen haben, zu angemessener Ernährung, Pflege, verhaltensgerechter Unterbringung, ausreichender Bewegungsmöglichkeit und erforderlicher Sachkunde.
Prävention vor Eskalation
Die Botschaft lautet: Tierleid darf nicht erst wahrgenommen werden, wenn es strafrechtlich relevant geworden ist. Gute Haltung, frühes Erkennen und rechtzeitiges Handeln sollen verhindern, dass aus Vernachlässigung schweres Leid wird.
DAS GEMEINSAME ZEICHEN
DIE SCHLEIFE DES 17|02.

Die zweifarbige Schleife ist das sichtbare Zeichen des Tags gegen Tierquälerei. Sie erinnert an betroffene Tiere, verbindet Menschen über Organisationsgrenzen hinweg und macht eine klare Haltung sichtbar: hinsehen, dokumentieren und handeln.
RECHTLICHER KONTEXT
VOM GRUNDSATZ BIS ZUR GRENZE.
Das Konzept reduziert Tierschutz nicht auf Strafrecht. § 1 TierSchG setzt den Grundgedanken, § 2 beschreibt die tägliche Verantwortung, § 16a gibt Behörden Eingriffsmöglichkeiten und § 17 markiert die strafrechtliche Grenze. Art. 20a GG verankert den Tierschutz zusätzlich als Staatsziel.
Schutz von Leben und Wohlbefinden des Tieres aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf.
Amtliche Norm ↗Pflichten bei Ernährung, Pflege, Unterbringung, Bewegung und Sachkunde.
Amtliche Norm ↗Behördliche Anordnungen zur Beseitigung und Verhütung tierschutzrechtlicher Verstöße.
Amtliche Norm ↗Zentrale Strafvorschrift für die dort bezeichneten schweren Formen der Tierquälerei.
Amtliche Norm ↗Der Staat schützt im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung auch die Tiere.
Amtliche Norm ↗INTERAKTIVER JAHRESPLAN 2027
DER 17. FEBRUAR IM KALENDER.
Der Kalender zeigt den im Konzept vorgesehenen Ablauf. Klicke auf einen Tag im Februar. Konkrete Orte, Uhrzeiten und Partner werden erst als bestätigt dargestellt, wenn sie tatsächlich feststehen.
FEBRUAR 2027
Mo–SoAufklärung zu § 2 und § 17, Partner gewinnen, lokale Aktionen ankündigen, Unterrichts- und Informationsmaterial veröffentlichen.
Gedenken, Information, Fachdialog, Meldewege, sichtbares Zeichen und lokale Pressearbeit.
Ergebnisse dokumentieren, Rückmeldungen auswerten, offene Forderungen bündeln und Best-Practice-Beispiele veröffentlichen.
Fälle beobachten, Bildungsarbeit fortsetzen, Partnernetzwerk pflegen, Material aktualisieren und den nächsten Schwerpunkt vorbereiten.
ZIELE & INHALTLICHE SÄULEN
NICHT NUR ERINNERN. HANDELN.
Was ist strafbar? Was muss bewiesen werden? Wo liegen die Grenzen der Norm?
Was bedeuten angemessene Ernährung, Pflege, Unterbringung und Sachkunde im Alltag?
Warnzeichen von Vernachlässigung, Überforderung und Misshandlung erkennen.
Veterinärbehörden, Polizei und andere zuständige Stellen korrekt ansprechen; Beobachtungen sachlich dokumentieren.
Tierhaltende unterstützen, bevor Überforderung in Leid umschlägt.
Opfern von Tierquälerei einen würdevollen Raum geben, ohne Gewaltdarstellungen zu sensationalisieren.
Tierärzteschaft, Behörden, Justiz, Wissenschaft und Tierschutzorganisationen zusammenbringen.
Vollzugsdefizite, Ressourcen, Strafverfolgung und Reformvorschläge auf belastbarer Faktenbasis diskutieren.
KOMMUNIKATIONSLEITLINIEN
EMOTIONAL. ABER ÜBERPRÜFBAR.
Fakten trennen
Gesicherte Tatsachen, Verdachtsmomente, Bewertungen und Forderungen klar auseinanderhalten.
Keine Vorverurteilung
Öffentliche Prüfung fordern und Tatsachen dokumentieren, ohne Personen vor einer rechtskräftigen Feststellung als Täter zu bezeichnen.
Tiere im Mittelpunkt
Kein Raum für persönliche Fehden. Im Zentrum stehen Tierwohl, Recht, Prävention, Vollzug und konkrete Verbesserungen.
Belastende Inhalte schützen
Warnhinweise, Verpixelung und Standbilder statt unnötig vollständiger Gewaltdarstellungen.
HÄUFIGE EINWÄNDE
FRAGEN. SACHLICHE ANTWORTEN.
„Am 17. Februar gibt es doch schon andere Aktionstage.“
Richtig. Das schließt einen weiteren zivilgesellschaftlichen Aktionstag nicht aus. 17|02 erhält seine eigenständige Begründung aus § 17 und § 2 TierSchG. Entscheidend sind transparente Benennung und klare Abgrenzung.
„Warum nicht der Welttierschutztag am 4. Oktober?“
Der 4. Oktober ist bereits als Welttierschutztag etabliert und thematisch sehr breit. 17|02 soll gezielt Tierquälerei, Prävention, Rechtsdurchsetzung und die beiden Normen § 17 und § 2 in den Mittelpunkt stellen.
„§ 2 hat doch mit Straftaten gar nichts zu tun.“
§ 2 ist nicht die zentrale Strafnorm. Genau deshalb ist er für das Konzept wichtig: Er repräsentiert die alltäglichen Anforderungen an Haltung und Betreuung und damit die präventive Seite. § 17 steht für die strafrechtliche Eskalationsgrenze.
„Ist 17|02 eine amtliche juristische Abkürzung?“
Nein. 17|02 ist ein Kommunikations- und Kampagnensymbol von PROJEKT TYRV. Die Rechtsnormen bleiben § 17 und § 2 TierSchG.
„Ist der Tag offiziell anerkannt?“
Als Projektinitiative zunächst nein. Ziel ist eine gesellschaftliche Etablierung. Deshalb wird er korrekt als von PROJEKT TYRV initiierter Aktionstag bezeichnet.
„Wird damit jeder Tierhalter unter Generalverdacht gestellt?“
Nein. Der Aktionstag richtet sich gegen Tierquälerei und für verantwortliche Haltung. Er soll informieren, helfen und klare Missstände benennen – nicht pauschal kriminalisieren.
BEGRÜNDUNGS- UND KONZEPTDOSSIER
DAS DOSSIER IM ORIGINAL.
Alle 13 Seiten des Begründungs- und Konzeptdossiers sind hier zusätzlich als Bilder eingebunden. Eine Seite lässt sich per Klick vergrößern; das vollständige Dossier steht außerdem als PDF bereit.
QUELLEN & RECHTSSTAND
PRIMÄRQUELLEN VOR MEINUNG.
Rechts- und Konzeptstand: 25. August 2026. Vor einer späteren Neuauflage wird der dann aktuelle Gesetzesstand erneut geprüft.
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__16a.html
EIN DATUM · EINE HALTUNG
HINSEHEN.
DOKUMENTIEREN.
HANDELN.
Der 17. Februar soll Menschen verbinden, die Tierleid nicht relativieren und Verantwortung nicht weiterschieben.
VERANSTALTUNGSKALENDER
AKTIONEN AM 17. FEBRUAR.
Hier erscheinen ausschließlich bestätigte Veranstaltungen zum Tag gegen Tierquälerei. Die Einträge werden aus einer separaten Datendatei geladen und können nach Jahr, Land und Veranstaltungsart gefiltert werden.