Was ist mit Aiko passiert?
Aiko war ein junger Deutscher Schäferhund. Nach einem Bericht von Blick wurde er im Alter von rund zwanzig Monaten an seine Züchterin zurückgegeben und anschließend erneut vermittelt. Ende Oktober 2025 soll eine Mutter mit zwei Kindern und einem weiteren Schäferhund im Emmental Aiko aufgenommen haben.
Als die Züchterin Aiko später besuchen wollte, soll ein Treffen mehrfach nicht zustande gekommen sein. Danach wurde ihr mitgeteilt, Aiko sei verschwunden. Die Darstellung lautete demnach zunächst, beide Hunde seien während der Betreuung durch den Partner der Halterin weggelaufen; nur der andere Hund sei zurückgekehrt.
Die Schweizerische Tiermeldezentrale STMZ dokumentiert den Fall unabhängig davon als Vermisstmeldung: „Aiko vom No-Limit“ wurde seit dem 30. Januar 2026 in 3457 Wasen im Emmental vermisst. Die Meldung beschreibt ihn als männlichen, kastrierten Deutschen Schäferhund mit schwarz-braunem Fell und vorhandenem Mikrochip.
Die Tierschutzorganisation Anihelp Tierhilfe Schweiz bot nach Medienberichten Unterstützung bei der Suche an. Laut Blick teilte die Halterin daraufhin mit, dass Aiko tot sei. Die Organisation nahm anschließend Kontakt mit dem Partner der Halterin auf.
Was danach öffentlich berichtet wurde, ist der Kern des strafrechtlichen Verdachts: Der Mann soll gegenüber einer Vertreterin von Anihelp erklärt haben, Aiko habe ihn angeknurrt und gebissen. Die Verletzung sei nach seiner Darstellung lediglich ein Kratzer gewesen. Er soll weiter erklärt haben, den Hund mit einem Stahlkappenschuh gegen den Kopf getreten zu haben; Aiko sei unmittelbar danach tot umgefallen. Den Körper habe er anschließend im Wald einen Abhang hinuntergeworfen.
Diese Schilderung stammt aus einem von Blick wiedergegebenen Gespräch mit der Tierschutzorganisation und ist keine rechtskräftige gerichtliche Feststellung. Gesichert ist dagegen die spätere Aussage der Kantonspolizei Bern: Im Raum Sumiswald sei es zu einer Tierquälerei gekommen, ein Hund sei verstorben, die Polizei habe nach Eingang einer Meldung unmittelbar ermittelt, einen verstorbenen Hund aufgefunden und in diesem Zusammenhang eine Person angehalten.
Die Ermittlungen wurden unter anderem durch die Fachstelle Tierdelikte der Kantonspolizei Bern geführt. Die Polizei stellte zugleich klar, dass es sich um ein Offizialdelikt handelt und warnte ausdrücklich davor, Gerüchte im Internet zu verbreiten, weil diese Ermittlungen behindern und Ängste schüren können.
Der Fall bekam später zusätzliche öffentliche Bedeutung, als im Mai 2026 auf einem Bauernhof in Wasen ein weiterer Hund namens Buddy erschossen wurde. Blick berichtete am 19. Mai im Zusammenhang mit diesem zweiten Fall, dass die Ermittlungen zum Tod Aikos zu diesem Zeitpunkt noch immer andauerten. Dieser spätere Fall wird auf der Aiko-Seite nur als Verfahrenskontext erwähnt und nicht mit Aikos Tatvorwurf vermischt.
Bis zum Stand dieser Fallakte am 15. August 2026 konnte in öffentlich zugänglichen Quellen kein rechtskräftiges Urteil oder anderer endgültiger Verfahrensabschluss im Fall Aiko belastbar festgestellt werden.