Was geschah mit Buddy in Pirmasens?
Am 23. Dezember 2025 wurde in Pirmasens ein toter Rüde im Bereich der Teichstraße gefunden. SÜDWEST24 berichtete später unter Bezug auf das örtliche Tierheim und die Rheinpfalz über den Fund. Das Tierheim soll den zunächst nicht identifizierten Hund vorübergehend „Amigo“ genannt haben.
Am 30. Dezember 2025 wurde der Fall öffentlich breiter bekannt. Der SWR berichtete unter Berufung auf das Polizeipräsidium Westpfalz und die Rheinpfalz, dass die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt habe. Dabei soll es sich um den ehemaligen Partner der Hundehalterin handeln.
Nach Angaben des SWR soll der Verdächtige die Polizei selbst über die Tat informiert haben. Zu Motiv und genauen Hintergründen machte die Polizei zu diesem Zeitpunkt noch keine Angaben, weil der Mann noch nicht vernommen worden sei. Familiäre Streitigkeiten konnten nach dem damaligen Ermittlungsstand nicht ausgeschlossen werden.
Gegen den Mann wurde laut einem Polizeisprecher ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Die Kriminalpolizei Pirmasens übernahm die Ermittlungen.
Der Hund wird in der Tierschutzöffentlichkeit überwiegend als Buddy bezeichnet. Die Altersangabe „sieben Jahre“ sowie die Bezeichnung „Labrador-Golden-Retriever-Mischling“ finden sich ebenfalls in Tierschutzbeiträgen und Petitionen. In den stärksten öffentlich zugänglichen Behörden- und Medienquellen ist der Name Buddy jedoch nicht ausdrücklich amtlich bestätigt. Deshalb weist diese Fallakte transparent auf diese unterschiedliche Quellenlage hin.
Auch beim genauen Tathergang muss differenziert werden. In sozialen Netzwerken und Petitionen ist von Erdrosseln beziehungsweise Strangulation die Rede. Der SWR formuliert belastbar, dass der Hund auf offener Straße getötet worden sei. Eine öffentlich zugängliche amtliche Veröffentlichung mit detailliertem Obduktionsbefund oder einer exakt festgestellten Todesursache konnte bislang nicht gefunden werden.
Nach aktuellem TYRV-Kenntnisstand vom 10. September 2026 soll Buddy an einem Geländer eines zum Tatzeitpunkt geschlossenen Autohauses in Pirmasens erhängt worden sein. Diese präzisere Ortsangabe geht über die bislang öffentlich breiter bestätigte Formulierung „auf offener Straße getötet" hinaus. Sie wird hier als aktueller Recherchestand ausgewiesen, bis eine unabhängige mediale oder amtliche Quelle sie zusätzlich bestätigt.
Am 24. April 2026 berichtete die Rheinpfalz erneut, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiterhin andauerten. Dieser Bericht wird auch in öffentlich zugänglichen Nachrichtenaggregationen geführt. Nach TYRV-Informationen vom 10. September 2026 ist aus dem Ermittlungsverfahren inzwischen eine Anklage gegen den Tatverdächtigen geworden. Ein Termin zur Hauptverhandlung ist öffentlich noch nicht bekannt.
Damit bleibt der rechtlich saubere Stand: Gegen den bekannten Tatverdächtigen wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz nun Anklage erhoben. Eine rechtskräftige Feststellung seiner Schuld liegt erst mit einem Urteil vor; bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.
Nicht verwechseln: Diese Fallakte behandelt ausschließlich Buddy aus Pirmasens. Der ebenfalls öffentlich bekannte Fall eines Hundes namens Buddy in Flensburg betrifft ein anderes Tier, eine andere Tat und ein anderes Strafverfahren.