01 / UNSER ANSPRUCH
PROJEKT TYRV dokumentiert Fälle von Tierquälerei, erinnert an betroffene Tiere und setzt sich für eine wirksame Aufklärung und rechtsstaatliche Verfolgung ein.
Wir wissen, dass Veröffentlichungen über mutmaßliche Straftaten erhebliche Auswirkungen auf betroffene Tiere, Menschen, Angehörige, Behörden und laufende Ermittlungen haben können.
Deshalb verpflichten wir uns zu nachvollziehbaren redaktionellen Grundsätzen. Unser Ziel ist nicht die Erzeugung möglichst großer Empörung. Unser Ziel ist, Tierquälerei erkennbar, belegbar und verfolgbar zu machen, ohne selbst Grenzen von Wahrheit, Würde und Rechtsstaatlichkeit zu überschreiten.
02 / 19 REDAKTIONELLE GRUNDSÄTZE
01
Wahrheit und Nachprüfbarkeit
Veröffentlichte Tatsachen sollen nach bestem Wissen recherchiert und für Leserinnen und Leser möglichst nachvollziehbar sein. Wo Quellen öffentlich zugänglich sind, sollen sie genannt oder verlinkt werden.
02
Tatsachen, Vermutungen und Meinungen
Wir unterscheiden zwischen belegbaren Tatsachen, Aussagen Dritter, Verdachtsmomenten, eigenen Schlussfolgerungen und persönlichen Meinungsbeiträgen. Unsicherheit soll als solche erkennbar bleiben.
03
Mehrere Quellen und Gegenprüfung
Bei schwerwiegenden Vorwürfen soll nach Möglichkeit mehr als eine Quelle herangezogen werden. Primärquellen wie Behörden, Gerichte, Polizei oder Originaldokumente haben bei der Tatsachenprüfung besonderes Gewicht.
04
Unschuldsvermutung
Ein Verdacht, eine Anzeige, ein Ermittlungsverfahren oder eine Anklage ist kein Schuldspruch. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Verfahrensstände werden entsprechend bezeichnet.
05
Nennung von Namen
Namen von Beschuldigten, Betroffenen oder anderen Personen werden nur genannt, wenn ein überwiegendes Informationsinteresse besteht und die Veröffentlichung rechtlich sowie redaktionell vertretbar erscheint.
06
Keine Prangerwirkung
PROJEKT TYRV dokumentiert Fälle, ruft aber nicht zu Belästigung, Nachstellung, Drohungen oder Selbstjustiz auf. Private Adressen, Kontaktdaten und unnötige personenbezogene Details werden nicht veröffentlicht.
07
Recht auf Stellungnahme
Soweit sachlich geboten und praktisch möglich, sollen Personen oder Stellen, die durch eine Veröffentlichung erheblich betroffen sind, Gelegenheit erhalten, ihre Sicht darzustellen. Eingehende Stellungnahmen werden geprüft und angemessen berücksichtigt.
08
Schutz laufender Ermittlungen
Wir veröffentlichen keine Informationen allein deshalb, weil sie spektakulär sind. Wenn eine Veröffentlichung Ermittlungen gefährden, Zeugen beeinflussen oder Beweise beeinträchtigen könnte, wird Zurückhaltung geübt.
09
Würde der Tiere
Tiere werden nicht als bloßes Schockmaterial behandelt. Bilder und Beschreibungen von Leid sollen nur verwendet werden, wenn sie für Verständnis, Dokumentation oder Aufklärung erforderlich sind und nicht unnötig entwürdigend wirken.
10
Schutz von Hinweisgebern und Betroffenen
Identitäten von Hinweisgebern, Zeugen oder besonders schutzbedürftigen Personen werden vertraulich behandelt, soweit keine Einwilligung oder zwingender rechtlicher Grund für eine Offenlegung besteht.
11
Politische Unabhängigkeit
Redaktionelle Bewertungen folgen dem Tierschutzthema und nicht Parteifarben. Die ausführlichen Grundsätze finden sich auf der Seite „Politische Unabhängigkeit“.
12
Menschenrechte und Vielfalt
Der Einsatz für Tiere darf nicht mit Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Transfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit oder anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verbunden werden.
13
Kennzeichnung von Meinungsbeiträgen
Kommentare, persönliche Einschätzungen, Forderungen oder politische Bewertungen sollen erkennbar von reinen Nachrichten- und Dokumentationsinhalten getrennt werden.
14
Künstliche Intelligenz und Bildbearbeitung
KI kann Recherche, Text, Struktur, Gestaltung und technische Umsetzung unterstützen. KI-generierte oder bearbeitete Bilder werden dort gekennzeichnet, wo eine Verwechslung mit authentischem Dokumentationsmaterial möglich ist. Weitere Details stehen im Transparenzhinweis zur KI-Nutzung.
15
Fehler und Korrekturen
Nachweislich falsche oder irreführende Angaben werden geprüft und gegebenenfalls korrigiert, ergänzt oder entfernt. Schwere Korrekturen sollen transparent nachvollziehbar gemacht werden.
16
Aktualisierung von Fällen
Fallakten sind Momentaufnahmen eines bestimmten Recherche-Stands. Neue Ermittlungsstände, Urteile, Rechtsmittel oder behördliche Entscheidungen sollen ergänzt werden, wenn sie belastbar bekannt werden.
17
Finanzierung und redaktionelle Unabhängigkeit
Spenden, Verkäufe, Kooperationen oder sonstige Unterstützung dürfen nicht bestimmen, wie ein Fall bewertet wird. Redaktionelle Entscheidungen sollen unabhängig von wirtschaftlichen Interessen getroffen werden.
18
Meldung möglicher Fehler
Hinweise auf falsche Tatsachen, fehlenden Kontext oder mögliche Rechtsverletzungen sind ausdrücklich willkommen. Sie können unter mail@projekt-tyrv.de mit genauer Bezeichnung des betroffenen Inhalts gemeldet werden.
19
Unser redaktionelles Versprechen
Unser Ziel ist nicht maximale Empörung. Wir wollen Tierquälerei erkennbar, belegbar und verfolgbar machen, ohne selbst Grenzen von Wahrheit, Würde und Rechtsstaatlichkeit zu überschreiten.
03 / MELDUNG VON FEHLERN
Korrekturen sind Teil seriöser Arbeit.
Wenn du einen möglichen Fehler, fehlenden Kontext oder eine rechtlich problematische Aussage entdeckst, sende uns bitte die genaue URL, die betroffene Passage und möglichst einen nachvollziehbaren Nachweis an mail@projekt-tyrv.de.